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| Status: | active |
| Date: | 19.07.2026 |
| Event: | Webseite http://www.egun.de, eGun GmbH Deutschland |
| Availability: | |
| Article no.: | 20434936 |
| Seller: | Dr_Birkhahn |
| Title: | Gewehr 88 - ein besonderes Stück |
| URL: | https://egun.de/market/item.php?id=20434936 |
| Price: | EUR | 390.00 | ||
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| Description: |
| Das Infanteriegewehr 88 mit der Nummer 24 wurde 1890 in der preußischen Waffenfabrik Spandau hergestellt, Kaliber 8x57mm J (nicht „JS“!). Mit einem Alter von nunmehr 136 Jahren und ihren Gravuren und Stempelungen belegt die Waffe eine bewegte Verwendung in verschiedenen Heereseinheiten im Deutschen Reich und in Kriegseinsätzen im Osmanischen Reich. Alters- und Gebrauchsspuren sind daher obligatorisch und unterstreichen den robusten Charme einer historischen Kriegswaffe. Gesamtlänge: 124,5 cm, Gewicht: 3,8 kg. Lauf 74 cm Länge, dem Alter entspr. guter Zustand, 4 Züge, Drall rechts, der eigentliche Lauf ist bis 1 cm vor der Mündung durch ein schützendes Metallrohr nach Armand Mieg gemantelt, das typische Merkmal des G88; Brünierung des Rohrmantels durch Korrosionsnarben und -effekte wolkig marmoriert, verschiedene kaiserliche Beschussstempel und osmanische Zeichen Visiereinrichtung langes Klapp-Schiebevisier mit V-Kimme, Einteilung in arabischen Ziffern, Entfernungsschieber über 25 Stufen verstellbar, Pyramidenkorn Verschluss Zylinderverschluss (Öffnungsspanner nach Oberbüchsenmacher Schlegelmilch, Spandau) aus poliertem Edelstahl mit zwei vorne verriegelnden Verschlusswarzen, leicht laufend, kein Spiel, Flügelsicherung, Verschlussfanghebel auf der linken Seite der Kammer; fest eingebautes Mannlicher-Kastenmagazin, Munitionszufuhr (5 Schuss) über Laderahmen (-streifen); türkischer Abnahmestempel auf der Kugel des Kammerstängels Schaft durchgängig, aus einem Stück dunkelbraunem Nussbaumholz, geölt, Gebrauchsspuren, einzelne Dellen und Kratzer; hinter der hinteren Riemenöse Stempelung Krone über K Beschlag der Laufmantel ist mit zwei Halteringen am vorderen Schaftteil befestigt; der Oberring weist auf der rechten Seite eine Befestigungswarze für das Bajonett auf und umfasst den Gewehrstock, auf der linken Seite ist die Regiments- und Kompaniebezeichnung „12.R.12.28.“ eingraviert; am Unterringring ist unterhalb des Schafts eine 3,5 cm breite, flache Riemenöse verschraubt, auf der rechten Seite ist folgende Regimentsbezeichnung ungültig graviert: „5.R.J.8.201.“; der Abzugsbügel bildet mit dem außen liegenden Teil des Magazinkastens eine Einheit, läuft nach vorne schmal zu und weist im vorderen Teil eine Bohrung für einen Riemenhaken auf. Der Kolben trägt auf der Unterseite kurz hinter dem Griffstück eine weitere, doppelt geschraubte Riemenöse und ist hinten mit einer Metallplatte beschlagen. Zubehör Schulterriemen aus Leder (Original) mit Federspange zum schnellen Lösen Kurze historische Bewertung Das Gewehr 88 oder auch „Kommissionsgewehr“ der Preußischen Gewehr-Prüfungskommission wurde 1888 im Deutschen Reich als Standardwaffe des Heeres und der Schutztruppen in den Kolonien eingeführt. Es handelt sich um das erste Repetiergewehr der deutschen Armee, das Patronen mit rauchlosem Pulver verschießen und daher mit deutlich verringertem Kaliber 8x57mm J hergestellt werden konnte. Nach Einführung des Gewehrs 98 verkaufte das Deutsche Reich viele der nicht mehr benötigten G 88 u.a. an das Osmanische Reich. Der Halbmond auf dem Knauf des Kammerstängels zeigt, dass es sich bei der "Spandau 24" um eine dieser Waffe handelt. Die Entwicklung dieses Gewehrs fällt in eine der spannendsten Kapitel der deutschen Waffengeschichte. Zugleich ist dieses Exemplar ein Zeugnis internationaler Waffengeschichte sowie deutsch-türkischer Waffenbrüderschaft. Man kann davon ausgehen, dass dieses Exemplar nicht nur in verschiedenen Einheiten des Heeres im Deutschen Reich sowie auch bei türkischen Infanterieeinheiten in den Balkankriegen, im Ersten Weltkrieg und im Türkischen Befreiungskrieg eingesetzt wurde. |
| Source: eGun GmbH Deutschland (http://www.egun.de) |
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Source: specialized literary, particularly 'Bewaffnung und Ausrüstung der Schweizer Armee seit 1817, Bände 3 und 4', 'Die Repetiergewehre der Schweiz, Christian Reinhart, Kurt Sallaz, Michael am Rhyn, Verlag Stocker-Schmid' and 'Schweizer Militärgewehre Hinterladung 1860 - 1990, Ernst Grenacher'
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