Weapon Details: Pistole 06/29

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Weapon Details (Top):

Weapon:Pistole 06/29
Manufacturer:Waffenfabrik Bern (W+F)
Calibre:7.65mm Para
First Issued:1929
Number of Pieces:27910
Overall Length:238 mm
Weight (unloaded):930 g
Barrel Length:120 mm
Rifling:250 mm
Grooves:4
Magazine Capacity:8 Rounds
Permission required:Ger: Waffenerwerbschein der zuständigen Polizeibehörde.
Pistole 06/29 Pistole 06/29
 
Description:
Text only available in German:
Die Pistole 06/29 wurde in der Produktion gegenüber den vorherigen Parabellum-Pistolen massiv vereinfacht; die Kosten wurden im Jahr 1929 von CHF 225.- für eine Pistole 06 auf CHF 160.- für eine Pistole 06/29 gesenkt.
 
Hergestellte Seriennummern von 50'001 bis 77'941, Lieferungen von Juni 1933 bis November 1946. Die ersten Waffen (bis ca. Nummer 57'000, letzte dem Autor bekannte Waffe Nummer 56'897) wurden mit roten Canevasit Griffschalen ausgeliefert, danach kamen robustere, schwarze Bakelitgriffschalen zum Einsatz. Das selbe Material wurde jeweils auch für das Magazinbodenstück verwendet.
 
Es werden folgende Ausführungen unterschieden:
1. Ausführung: rote Canevasit-Griffschalen
2. Ausführung, Variante A: braune Bakelit-Griffschalen
2. Ausführung, Variante B: schwarze Bakelit-Griffschalen
 
Privatwaffen wurden gemäss einschlägiger Literatur mit den Nummern P 25'001 bis P 26'600 sowie P 77'942 bis 78'258 hergestellt. Eine Beobachtung hat ergeben, dass jedoch mindestens zwei weitere Pistolen ausserhalb des oberen Bereichs existieren (P 78'259, Herstellungsdatum November 1947, sowie P 78263).
Bei den Privatausführungen ist der Buchstabe P immer vor oder über der Waffennummer angebracht (siehe ebenfalls Bilder unten).
Die zweite Privatserie ab P 77'942 wurde sehr wahrscheinlich nach Ende der Armeeproduktion mit bereits produzierten und nummerierten Teilen hergestellt, welche ein vorangestelltes "P" erhielten. Dies war auch nach Produktionsende des Modell 1931 Carbine gängige Praxis.
 
Zu Beginn des zweiten Weltkriegs wurden auch die bisher unbewaffneten Luftschutz-Offiziere bewaffnet. Da offensichtlich nicht genug Waffen verfügbar waren, wurden Pistole 06/29 aus der Privatserie dafür verwendet. Es sollen zwischen 1940 bis 1941 300 Stück Privatpistolen zu diesem Zweck an die Armee geliefert worden sein. Die Nummern sind nicht überliefert. Ein Indiz für die Verwendung in der Armee ist, dass ein Teil dieser Waffen bei der Privatisierung (d.h. zum Zeitpunkt, als diese nach erfüllter Dienstpflicht in das Privateigentum des Luftschutz-Offiziers übergingen) wie die Armeewaffen mit einem P am Abzugsbügel gestempelt wurden.
 
Die Stückzahlen liegen somit bei 27'910 Armeeausführungen und ca. 1'917 Privatpistolen (wobei 1'600 Pistolen aus der ersten Privatserie und lediglich ca. 317 Pistolen aus der zweiten Privatserie stammen).
 
Die Waffen haben das genaue Produktionsdatum innen im Griffstück, unter der Achse des Zerlegehebels, eingeschlagen (4.41 = April 1941, Beispiel: Picture). Der Zerlegehebel muss dazu entfernt werden:
- Zerlegehebel nach unten drehen (vertikal)
- Schlossplatte abnehmen
- Schlitten und Lauf vom Griffstück nehmen
- Zerlegehebel herausziehen
- Herstellungsdatum ablesen (dort wo vorher die Achse des Zerlegehebels war)
 
Im Originalzustand hat die Pistole 06/29 eine U-Kimme.
 
Die Pistole 06/29 wurden Anfang der 90er Jahre durch die KMV liquidiert; die Bestellung erfolgte über die KMV in Bern, die Waffe konnte dann im Zeughaus Meiringen gegen Waffenerwerbschein für CHF 1'240.- (ohne Zubehör) abgeholt werden oder wurde per Post versandt.
 
 

Market monitoring (Top):

766 entries  
 

Ammunition (Top):

7.65mm Bergmann-Maschinenpistole
Pistolenpatrone 03 (7.65mm Pist Pat 03)
Pistolenpatrone 03 Manipulierpatrone
7.65mm Parabellum (komerziell)
Pistolenpatrone 03 Beschusspatrone
 
 

Accessories (Top):

Lienhard Universal Matchapparat Mod. P
Kornschieber Parabellum
 
 

Attachements (Top):

Anleitung zur Kenntnis und Behandlung der Pistole 1900/06 (Gültig auch für die Pistole 1906/29) - 1937 (PDF, 2.3 MB)
Technisches Reglement: Die Pistole (06/29), provisorische Ausgabe 1944 (PDF, 2.7 MB)
Technisches Reglement Nr. T 4 d - Die Pistolen - Ausgabe 1949 (PDF, 3.2 MB)
Reglement: Die Pistolen (1951) (PDF, 2.9 MB)
Reglement 53.102d - Die Pistolen (9mm Pist. 49, 7.65mm Pist. 06/29), Ausgabe 1951 (PDF, 4.2 MB)
Reglement 53.102d - Die Pistolen (9mm Pist. 49, 7.65mm Pist. 06/29), Ausgabe 1962 (PDF, 3.2 MB)
 
 

Pictures (Top):

GER: Pistole 06/29, erste Ausführung mit roten Canevasit Griffschalen. Die vorliegende Waffe hat ein Magazin mit schwarzem Magazinbodenstück anstelle des roten Canevasit. Die roten Griffschalen und Magazinbodenstücke neigten stark zum Brechen und wurden teilweise nachträglich gegen schwarze Ausführungen ausgetauscht. GER: Pistole 06/29, erste Ausführung mit roten Canevasit Griffschalen. Die vorliegende Waffe hat ein Magazin mit schwarzem Magazinbodenstück anstelle des roten Canevasit. Die roten Griffschalen und Magazinbodenstücke neigten stark zum Brechen und wurden teilweise nachträglich gegen schwarze Ausführungen ausgetauscht. GER: Pistole 06/29, erste Ausführung in Holster.    
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GER: Pistole 06/29, erste Ausführung mit roten Canevasit Griffschalen. Die vorliegende Waffe hat ein Magazin mit schwarzem Magazinbodenstück anstelle des roten Canevasit. Die roten Griffschalen und Magazinbodenstücke neigten stark zum Brechen und wurden teilweise nachträglich gegen schwarze Ausführungen ausgetauscht.
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GER: Pistole 06/29, erste Ausführung mit roten Canevasit Griffschalen. Die vorliegende Waffe hat ein Magazin mit schwarzem Magazinbodenstück anstelle des roten Canevasit. Die roten Griffschalen und Magazinbodenstücke neigten stark zum Brechen und wurden teilweise nachträglich gegen schwarze Ausführungen ausgetauscht.
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GER: Pistole 06/29, erste Ausführung in Holster.
   
 
 
 

Pistole 06/29

GER: Pistole 06/29, erste Ausführung mit roten Canevasit Griffschalen. Die vorliegende Waffe hat ein Magazin mit schwarzem Magazinbodenstück anstelle des roten Canevasit. Die roten Griffschalen und Magazinbodenstücke neigten stark zum Brechen und wurden teilweise nachträglich gegen schwarze Ausführungen ausgetauscht. GER: Pistole 06/29, erste Ausführung mit roten Canevasit Griffschalen. Die vorliegende Waffe hat ein Magazin mit schwarzem Magazinbodenstück anstelle des roten Canevasit. Die roten Griffschalen und Magazinbodenstücke neigten stark zum Brechen und wurden teilweise nachträglich gegen schwarze Ausführungen ausgetauscht. GER: Pistole 06/29, erste Ausführung in Holster. Pistole 06/29 Pistole 06/29
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GER: Pistole 06/29, erste Ausführung mit roten Canevasit Griffschalen. Die vorliegende Waffe hat ein Magazin mit schwarzem Magazinbodenstück anstelle des roten Canevasit. Die roten Griffschalen und Magazinbodenstücke neigten stark zum Brechen und wurden teilweise nachträglich gegen schwarze Ausführungen ausgetauscht.
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GER: Pistole 06/29, erste Ausführung mit roten Canevasit Griffschalen. Die vorliegende Waffe hat ein Magazin mit schwarzem Magazinbodenstück anstelle des roten Canevasit. Die roten Griffschalen und Magazinbodenstücke neigten stark zum Brechen und wurden teilweise nachträglich gegen schwarze Ausführungen ausgetauscht.
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GER: Pistole 06/29, erste Ausführung in Holster.
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Pistole 06/29
 
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Pistole 06/29
 

Pistole 06/29

GER: Pistole 06/29, erste Ausführung mit roten Canevasit Griffschalen. Die roten Griffschalen und Magazinbodenstücke neigten stark zum Brechen und wurden teilweise nachträglich gegen schwarze Ausführungen ausgetauscht. GER: Pistole 06/29, erste Ausführung mit roten Canevasit Griffschalen und entsprechend tiefer Seriennummer. GER: Pistole 06/29, erste Ausführung mit roten Canevasit Griffschalen. Die roten Griffschalen und Magazinbodenstücke neigten stark zum Brechen und wurden teilweise nachträglich gegen schwarze Ausführungen ausgetauscht. GER: Pistole 06/29, erste Ausführung mit roten Canevasit Griffschalen: typischer Defekt vom Versorgen ins Holster. Pistole 06/29
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GER: Pistole 06/29, erste Ausführung mit roten Canevasit Griffschalen. Die roten Griffschalen und Magazinbodenstücke neigten stark zum Brechen und wurden teilweise nachträglich gegen schwarze Ausführungen ausgetauscht.
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GER: Pistole 06/29, erste Ausführung mit roten Canevasit Griffschalen und entsprechend tiefer Seriennummer.
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GER: Pistole 06/29, erste Ausführung mit roten Canevasit Griffschalen. Die roten Griffschalen und Magazinbodenstücke neigten stark zum Brechen und wurden teilweise nachträglich gegen schwarze Ausführungen ausgetauscht.
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GER: Pistole 06/29, erste Ausführung mit roten Canevasit Griffschalen: typischer Defekt vom Versorgen ins Holster.
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Pistole 06/29
 
 

GER: Pistole 06/29, zweite Ausführung, Variante A, mit braunen Bakelit-Griffschalen.

GER: Pistole 06/29, Armeeausführung: Abnahmestempel vor der Waffennummer. GER: Pistole 06/29, Armeeausführung: Stempel mit Buchstabe "P" auf dem Abzugsbügel als Markierung, dass die Waffe aus dem Armeedienst ausgeschieden und ins Privateigentum des Soldaten/Offiziers übergegangen ist.